Gefederte Sattelstützen Test • Der Vergleich 2019

Federsattelstütze SR-Suntour SP12

Eine gefederte Sattelstütze stellt einen echten Komfortgewinn für Ihr E-Bike dar und verschont Sie auch auf langen Radtouren von Schmerzen in Rücken und Po. Deshalb eignen sich gefederte Sattelstütze ins Besondere auch Radfahrer mit Sitzproblemen und Rückenbeschwerden. Eine deutsche Sporthochschule in Köln hat in mehreren Versuchen die auftretenden Belastungen im Bereich der Lendenwirbel gemessen und dabei Beschleunigungskräfte von bis zu 8 g dokumentiert.

Diese extremen Belastungen für Knochen und Gelenke können mit Hilfe einer gefederten Sattelstütze um bis zu 60% reduziert werden. Bei einigen E-Bike Herstellern wie z.B. NCM oder auch Fischer gehört eine gefederte Sattelstütze zur Grundausstattung.

Doch eine gefederte Sattelstütze ist nicht gleich eine gefederte Sattelstütze. Im Handel werden eine Vielzahl unterschiedlicher Modellausführung mit jeweils anderen Vor- und Nachteilen angeboten, sodass man als Konsument schnell den Überblick verliert. Damit Sie immer den Durchblick behalten, zeigen wir von ebiketester24.de Ihnen worauf es bei einer gefederten Sattelstütze ankommt und wie Sie das für Sie richtige Modell finden können.

Welche Unterschiede hat eine gefederte Sattelstütze?

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von gefederten Sattelstützen.

Zum einen gibt es die gewöhnlichen Teleskopsattelstützen, welche am weitesten verbreitet sind und häufig an City E-Bikes verbaut werden. Diese Art von Federsattelstütze ist ähnlich aufgebaut wie eine Federgabel am Fahrrad oder der Dämpfer eines Autos. Die Teleskopsattelstütze besteht aus zwei Teilen. Beim Einfedern taucht das dünnere obere Rohr der Sattelstütze in das weitere untere Rohr ein und erzeugt so die Dämpfung.

Hochwertige Federsattelstützen besitzen Führungen aus Kugellagern und einer zusätzlich integrierten Öldämpfung. Wohingegen billige Modelle häufig über eine reine Kunststofflagerung verfügen und bei hoher Belastung sogar auseinanderbrechen können. Achten Sie beim Kauf deshalb unbedingt auf eine hochwertige Verarbeitung und lassen sich notfalls im Fachhandel beraten.

Dann gibt es auch noch die sogenannten Parallelogrammstützen, welche vor allem durch Ihre Bauweise optischen Eindruck erzeugen. Dies Art der gefederten Sattelstütze ist häufig im gehobenen Preisbereich anzutreffen und bietet eine spürbar feinere Federung. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Abstand zwischen dem Sattel und den Pedalen beim Einfedern nicht verringert.

Federsattelstütze

Federsattelstütze Test: Worauf sollte man sonst noch achten?

Sattelstützen werden im Handel in vielen verschiedenen Durchmessern angeboten. Für den Kauf ist es daher wichtig, dass Sie den Innendurchmesser vom Sattelrohr Ihres E-Bikes oder Fahrrades kennen. Diesen Durchmesser können Sie ganz einfach mit einem Messschieber ausmessen. Alternativ können Sie häufig auch an der bisher verbauten Sattelstützen den passenden Durchmesser ablesen. Typische Durchmesser sind  27.2 mm, 30.9 mm oder auch 31.6 mm.

Ist eine Gefederte Sattelstütze so gut wie ein echtes Fully?

Nein, auch wenn eine Federsattelstütze den Fahrkomfort deutlich steigern kann, wird man damit niemals die Performance von einem richtigen E-Bike Fully erreichen können. Die Komponenten bei einem Fully sind nochmals deutlich besser aufeinander abgestimmt und basieren auf einem gänzlich anderen Konzept.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am von Marco Junger